Das Forum lebendige Jagdkultur e. V. trauert um sein Gründungs- und Ehrenmitglied Dr. Hubert Suter, der am 10. Juli 2026 verstorben ist. Er wird uns als engagierter Jäger, Autor und langjähriger Weggefährte in Erinnerung bleiben.
Hubert Suter wurde 1927 geboren und gehörte zu den Männern, die die Entwicklung des Forums von seinen Anfängen an begleitet und mitgeprägt haben. Von 1996 bis 2005 war er als Schriftführer des Vereins tätig. Für sein langjähriges Engagement und seine Verbundenheit mit dem Forum wurde er 2008 zum Ehrenmitglied ernannt.
Sein Leben war von einer bemerkenswerten Verbindung von Wissenschaft, Industrie, Technik, Literatur und Jagd geprägt. Nach dem Abitur in Bamberg im Jahr 1947 studierte er von 1947 bis 1955 Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend war er bis 1991 bei der BASF AG in Ludwigshafen am Rhein tätig. Die langjährige Leitung von Produktions- und Stabsabteilungen führte ihn tief in die Welt von Forschung, Technik und industrieller Innovation. Mehr als 70 Patente tragen seinen Namen.
Auch als Autor war Hubert Suter vielseitig. Neben Fachpublikationen wie *Phthalsäureanhydrid und seine Verwendung* (1972), *Wie Innovation zu Stande kommt* (1983) und *Aktuelle Reizworte* (1989) widmete er sich insbesondere der Jagd und ihren kulturellen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen. Seine Bücher und Schriften zeugen von einem Menschen, der das Weidwerk nicht auf das Erlegen von Wild reduzierte, sondern es als Teil einer gewachsenen Kultur und als verantwortungsvolle Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur verstand.
Zu seinen jagdlichen Veröffentlichungen gehören unter anderem *Weidwerk/Jagd ist das älteste Handwerk der Menschen – kein Sport!*, *Umweltschutz mit Augenmaß*, *Widerspruch – Jagd und Jäger – Mensch und Umwelt*, *Sie jagen und sie jagen noch*, *Hinaus zur Jagd* und *Waidwerk im Schußfeld*.
Die Jagd war Hubert Suter bereits seit seiner Kindheit vertraut. Er wuchs in einem Forsthaus auf und legte bereits 1944, noch während des Krieges, seine Jägerprüfung ab. Das Weidwerk begleitete ihn von da an ein Leben lang. Es war für ihn nicht nur Leidenschaft, sondern auch ein wichtiger Ausgleich zu seinem anspruchsvollen beruflichen Leben.
Seine beruflichen Aufgaben und privaten Interessen führten ihn auf zahlreiche Reisen in viele Länder. Dabei blieb er stets ein aufmerksamer Beobachter seiner Umwelt. Wissenschaftliche Neugier, technische Aufgeschlossenheit und jagdliche Erfahrung verbanden sich bei ihm mit einer ausgeprägten Fähigkeit, Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und in größere Zusammenhänge einzuordnen.
Gerade diese Verbindung machte Hubert Suter zu einer prägenden Persönlichkeit des Forum lebendige Jagdkultur. Er setzte sich dafür ein, die Jagd nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil unserer Kulturgeschichte und als verantwortungsvolle Aufgabe gegenüber Natur und Gesellschaft zu verstehen.
Wir verlieren mit Hubert Suter einen engagierten Mitstreiter, einen kenntnisreichen Autor und einen Menschen, der unser Forum über viele Jahre begleitet und mitgestaltet hat.
Seine Gedanken, seine Schriften und sein Wirken werden über seinen Tod hinaus Bestand haben.
Das Forum lebendige Jagdkultur e. V. wird Hubert Suter ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.
Der Vorstand